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Die St. Aegidienkirche als Predigt

Die St. Aegidienkirche als Predigt

Predigt zur Theologie der St. Aegidien-Marktkirche anlässlich der Bestimmungsübergabe der neuen Chorfenster am 22.03.2009 zu Osterode am Harz

Sie ist eine wunderschöne Kirche, die St. Aegidien-Marktkirche, hier mitten in Osterode? Natürlich ist sie ein Wahrzeichen unserer Stadt, und natürlich gehört sie zum Stadtbild schon seit vielen Jahrhunderten, so dass Osterode ohne sie eigentlich nicht denkbar ist. Aber da ist zugleich dann auch noch mehr als nur dieses. Und sicher haben das auch schon viele Menschen, die sie besuchten, so spüren können. Man sitzt in dieser Kirche und niemand bräuchte eigentlich etwas zu sagen, aber trotzdem passiert etwas. Ja, diese Kirche scheint auf einmal anzufangen, mit einem zu sprechen. Dabei sind ihre Worte meist keine deutlichen Sätze, sondern vielmehr Worte, die das Herz und das Gefühl ansprechen. Und oftmals verlässt man dann auch diese Kirche mit irgendwie einem besseren Gefühl, als man gekommen ist. In der nachfolgenden Predigt habe ich versucht dem nachspüren und zu fragen, warum das eigentlich so ist. Lauschen auch Sie nun in den folgenden Zeilen den Steinen dieses ehrwürdigen Gebäudes mit seinen sichtbaren und unsichtbaren Schätzen.

Gnade sei mit Euch und Friede von Gott, unserem Vater und Heiland Jesus Christus. Amen.
Liebe Gemeinde,
wohl schon solange es die Menschen überhaupt gibt, haben sie auch immer wieder Orte aufgesucht oder geschaffen, die der Gegenwart Gottes vorbehalten sein sollten. Denn man wollte Anteil am Göttlichen haben und zugleich auch dem Göttlichen Anteil in seinem eigenen Leben geben.
Und eigentlich ist das auch heute nicht anders als in früheren Zeiten. Denn selbst, wenn wir wissen, dass Gott sicher überall gegenwärtig ist, und nicht nur hier in der Kirche, so ist es dennoch für den Menschen nach wie vor wichtig, einen besonderen Ort zu haben, einen heiligen Ort, an dem er sich seinem Gott zuwenden kann. Nicht umsonst gibt es darum bis heute in fast jedem Dorf eine Kirche und meist auch so gebaut, dass sie im Zentrum des Ortes ihren Platz hat, gleichsam als Zeichen dafür, was auch im Zentrum des Lebens der Menschen stehen soll.
Ja, es braucht besondere Räume, besondere Häuser: Heilige Räume, Sprachräume und auch Klangräume, in denen sich Irdisches mit dem Himmlischen verbinden kann. Häuser, deren Balken eine andere Sprache sprechen als die Sprache der Zwecke und Geschäfte, wie in der Welt. Denn unserer Seele ist es nicht egal, in welchem Raum wir uns aufhalten. Darum gibt es ja auch Orte, an denen wir uns wohl fühlen und Orte, wo das eben nicht der Fall ist. Kirchenräume aber, wie auch unsere Aegidien-Kirche tun unserer Seele einfach gut. Denn sie bauen an unserer Innerlichkeit, an unserem inneren Menschen. Ja, man könnte förmlich sagen: Kirchen werden nicht nur einfach erbaut, sondern sie erbauen auch uns, wenn wir uns denn von ihnen erbauen lassen. Denn mit ihrer wortlosen und doch so eindringlich sprechenden Symbolik geben sie immer auch eine Verheißung preis – von Sinn des Lebens, von Erfüllung des Lebens, davon, das Leben zu leben und von seiner Erlösung. Und gerade dadurch verlocken Kirchenräume dann auch dazu, uns nicht immer nur selbst zu begegnen wie in unseren eigenen vier Wänden. Sondern sie unterbrechen uns heilsam, führen uns auch einmal weg von uns selbst und über uns hinaus, damit wir nicht ständig nur in den eigenen Möglichkeiten und Grenzen gefangen sind. Jede Kirche ist darum auch ein hölzernes oder steinernes Gefäß, das die Himmelsschätze des Evangeliums, also der frohen Botschaft aufbewahrt. Ein Haus, das uns einfach den Himmel offen hält.
Und es tut dies in zweifacher Weise. Einerseits dadurch, dass eine Kirche, auch unsere Aegidienkirche, all die Gebete und Lieder, all die Tränen und Hoffnungen vieler, vieler Menschen und Jahre in sich birgt im Glauben, im Vertrauen und der Erfahrung von Gottes Nähe. Denn hier haben ja die Osteroder und Freiheiter und Riefensbeek-Kamschlackener und viele andere Gott angerufen, sein Wort gehört und ihre Sehnsüchte und Hoffungen in den Gottesdiensten eingebracht. Hier haben sie Taufen und Konfirmationen gefeiert. Hier haben sie Hochzeiten, grüne und Jubiläen miteinander begangen. Und hier ist auch an die gedacht worden, von denen man sich verabschieden musste und das alles angefangen wahrscheinlich schon vor über 700 Jahren.
Und so ist diese Kirche zu einem Rasthaus für Erschöpfte geworden. Zu einem Trosthaus für Trauernde. Zu einem Mutmachhaus für Kraftlose. Ein Gasthaus für Herbergssuchende. Ein Zufluchtsort für Ausgestoßene. Ein Haus des Segens für das zerbrechliche Leben. Ein Ort der Stille im Geschwätz. Ein Monument der Barmherzigkeit im Scheitern. Und auch ein Missionshaus, nämlich ein Mahnmal gegen die Gottvergessenheit.

Und nun stellen sie sich einmal vor, es hätte diese Kirche nicht gegeben. Was wäre uns doch alles verloren gegangen.
Nein, für all dieses ist eine Kirche gebaut, für all dieses, und darum ist sie auch ein Heiliger Ort. Und darum ist sie auch nicht einfach so dahingesetzt, sondern durch und durch Verkündigung mit jedem Stein, mit jedem Balken, mit ihrer gesamten Architektur und Konstruktion samt ihren Kunstwerken und natürlich auch den Chorfenstern.
Damit aber sind wir jetzt denn auch schon beim zweiten angekommen, warum diese Kirche Gefäß des Glaubens und der Verkündigung ist, nämlich mit der schon allein daraufhin und mit der allein zu diesem Zweck abgestimmte Gestaltung.

Doch wie zeigt sich das nun in unserer schönen St. Aegidien-Marktkirche? Und wie bringen sich hier dann auch unsere neuen Chorfenster in dieses Gesamtgefüge mit ein?
Im Johannisevangelium heißt es(16,33)aus dem Munde Jesu: „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost ich habe die Welt überwunden!“. Und ich denke, dass man diesen Vers förmlich als bestimmende Verheißung für unsere ganze Kirche betrachten kann.
Denn im Grunde erklingt diese Botschaft bereits an der Eingangstür unserer Kirche, also bevor man sie eigentlich betritt. So trägt diese Tür denn auch den Namen „Tür der Hoffnung“ und weist mit ihrer Symbolik darauf hin, dass nun ein Raum betreten wird, der Einsamen, Trauernden, Verzweifelten und Verlorenen eine Herberge bietet, um wieder Trost und Kraft, Liebe und Geborgenheit zu finden. Darum ist über der Tür denn auch die Abendmahlsszene dargestellt, welche dem Besucher zurufen möchte: Mt 11,28 „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“
Dann, durch die Tür hindurch getreten, kommt es auch gleich ganz automatisch zum ersten Perspektivenwechsel, denn der Besucher muss sich nun um 90° drehen, um seinen Blick in das Kirchenschiff zu richten, wobei sein Auge dann sogleich auf den Chorraum mit dem Altar fällt, dessen Spitze mit dem auferstandene Christus gekrönt ist und so abermals zum Ausdruck bringt: „Siehe ich habe die Welt überwunden, durch Leid, durch Kreuz und selbst durch den Tod hindurch. Und hier biete ich dir nun meine Gemeinschaft an, mit der dann auch du in diesen Machtbereich des Heils hineingezogen wirst, heraus aus den Mühsalen, die dich niederdrücken könnten.“
Dabei wird dieser innerliche Vorgang dann zudem auch noch dadurch unterstütz, dass man einerseits von Westen nach Osten, von hinten vom Eingang bis hier vorne zur ersten Chorraumstufe schon 20 Zentimeter allein durch die Steigung im Fußboden emporgehoben wird und andererseits dieser Raum bis zum Altar von 7 Hauptsäulen umsäumt ist, also Symbol für vollkommenes und ganzheitliches Hineingenommensein – ohne jegliche Ausnahme, sondern mit all dem, was ich bin, wie ich bin, was mich ausmacht, bis in die letzte Haarspitze.
Folgerichtig findet der Blick des Besuchers dann auch die Abendmahlszene in der Predella unseres Altars wieder, und sie zeigt damit nun auf den Ort und das Sakrament, an dem und in dem tatsächlich dann Gemeinschaft mit Gott samt all diesen Gaben gefeiert werden kann – nämlich das Abendmahl.

Gleich mit in den Blick genommen ist dabei natürlich dann auch die Kanzel, die eine Einheit mit dem Altartisch und dessen Aufbau bildet. Denn zum Sakrament gehört natürlich auch das „Wort Gottes“ untrennbar dazu, mit welchem der Besucher in den Dialog kommen soll.
Dass der Kanzelaltar eine evangelische Erfindung ist, sei nebenbei gesagt, und soll hier nun nicht weiter bedacht werden.
Wichtig ist aber, dass dem Besucher allein in der Betrachtung deutlich wird: „Hier siehst und schmeckst und fühlst und hörst Du, was Dir als Frohe Botschaft zugedacht ist, und was Dich aus Deiner Drangsal zu befreien vermag. Mit allen Sinnen möchte ich Dir das Heil erfahrbar machen und was es bedeutet, Gemeinschaft mit Gott zu haben und zu ihm zu gehören. Es ist fast so, wie es in der Offenbarung des Johannes zu lesen ist, wo es heißt: “Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!“ Off 21, 3-5a.
Und wenn nun auch noch die Kanzel wie der Altaraufbau mit Christus und den ihm zur Seite stehenden 4 Evangelisten zur Gemeinde gewandt bestückt ist, und der Prediger so förmlich in ihre Mitte hinein genommen, dann wird damit zugleich auch die Zuverlässigkeit dieser Frohen Botschaft bildlich verbürgt, indem nämlich der Prediger in gerader Linie – oder umsäumt, wie man es halt sehen möchte - von den Anfängen an bis ins heute hinein in dieser verbürgten Weitergabe der Frohen Botschaft steht.
Natürlich ergibt sich daraus dann auch Aufgabe und Verpflichtung für den Prediger, der hier auf diese Kanzel steigt: Paulus sagte das einmal so: „ Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predige!“ 1.Kor 9,16)

Aber zurück zum Besucher unserer Kirche, der sie betreten hat, durch die Tür der Hoffnung hindurch, dessen Blickrichtung gewendet wurde, der ganzheitlich aufgenommen ist und nun der Botschaft und Einladung der Kirche folgt, aus Mühsal und Ängsten empor gehoben zu werden und Erquickung zu erlangen, und sich so auf den Weg zum Altar macht und dabei fast unmerklich schon empor geführt wird.
Nun ist er hier vorne im Chorraum angelangt und spürt damit auch förmlich die zunehmende Nähe Gottes. Kinder übrigens sind da oftmals noch viel unbefangener als wir Erwachsenen. So sehe ich z.B. häufig, wie Kinder dann auch noch die letzten Stufen zum Altar hoch gehen und gar ihre Hand auf den Tisch des Herrn legen, als wollten sie die ihnen größte mögliche Nähe zum Herrn auch auskosten. Während die Erwachsenen doch oftmals eher in Ehrfurcht dann vor dem Chorraum und dem Altar verweilen.
Freilich wie nah man dem Herrn dann auch kommt, oder sich fühlt, das Reich Gottes selbst liegt natürlich noch, auch wenn bereits in Christus angebrochen und im Abendmahl, am Tisch des Herrn erfahrbar, noch im Zukünftigen.
Der Altaraufbau ist darum auch wie eine Wand, ja wie eine Grenze aufgebaut, hinter die wir nicht schauen können, die Grenze zwischen dem Diesseits und dem Jenseits des irdischen Lebens. Aber die Verbindung zwischen den Welten ist dennoch gegeben. Nämlich durch den auferstandenen Christus, durch die Evangelisten und auch durch den Prediger mit dem Wort Gottes, seinen Verheißungen, welche sie weitergeben. Darum sind sie alle der Gemeinde auch vom Jenseitigen her zugewandt. Und so gelangt dann das Reich Gottes, das Jenseitige und Zukünftige auch ins Diesseits hinein und ermöglicht in der Erwartung auf das Kommende, schon jetzt daraus zu leben und daraus Hoffnung zu gewinnen.
Übrigens steht darum auch der Altar nicht direkt an der Wand. Sondern, wenn es eine Verbindung zum Jenseitigen gibt, dann soll natürlich auch Platz dafür vorhanden sein – und wenn auch nur ein wenig, soviel, wie eben das Zukünftige in unsere Welt hineinzureichen vermag.

Aber wie ist es denn nun im Jenseitigen, im Reiche Gottes – und auf was dürfen wir denn nun wirklich hoffen?
Die Antwort auf diese Frage, liebe Gemeinde, die wird uns nun durch die drei neuen Chorfenster symbolisiert und ausgedrückt, weil sie uns nämlich jetzt den Blick über die Grenze des Diesseits hinaus erhellen.
Und was bekommen wir da zu sehen?
Schauen wir dazu doch noch einmal genauer hin!

Als erstes wird wohl sofort anschaulich: Das Dahinter, ja, das Zukünftige, das Reich Gottes ist immer Licht und niemals Finsternis, ist immer Licht und damit Leben und niemals der Tod.
Aber dennoch kann natürlich das Reich Gottes selbst als etwas Zukünftiges niemals vom Diesseits in allen Einzelheiten ausgemacht werden, so dass man sagen könnte: genauso ist es im Reiche Gottes und nicht anders. Darum heißt es ja auch bei dem Apostel Paulus im 1.Kor 13,12 : Wir sehen jetzt nur wie durch einen Spiegel; dann aber von Angesicht zu Angesicht.
Und auch diesen Glaubensgrundsatz nehmen nun die Chorfester in ihrer Gestaltung auf. Und das in zweifacher Weise. So sind sie zum einen als Strukturfenster gestaltet, mit den verschiedenen, vom Licht der Sonne allein beeinflussten Glastönen und im ganz bewussten Verzicht auf eine bildliche Darstellung. Aber dennoch eben als klare Struktur, um gleichzeitig mit dieser künstlerischen Schönheit der fatalen und ohne jegliche Hoffnung seienden Annahme zu wehren, das Jenseits wäre nichts mehr als nur ein nebulöses Nichts, in dem alles einfach unterginge und spurlos verschwände.
Nein so ist es eben nicht!
Und darum findet sich als zweite künstlerische Komposition denn auch die Aufnahme der von Paulus überlieferten Verheißung. So ist oben im linken Fenster dieses: „Wir sehen jetzt wie durch einen Spiegel“ ja auch tatsächlich mit einem Spiegel im Karoquadrat aufgenommen, welches dann aber im rechten Fenster, oben im gleichen Karoquadrat seine Auflösung findet, da wir dann im Jenseits Gott von Angesicht zu Angesicht schauen werden.
Ja, und schließlich ist dann der Grund dieser großen Hoffnung in den Fenstern festgehalten, das entscheidende Heilsgeschehen sozusagen, welches uns den Spiegel und das dunkle Bild hinweg zu reißen vermochte. Es ist das Kreuz unseres Herrn Jesus Christus, sein Sühnetod für die gesamte Welt und nichts anderes – dargestellt im unteren Bereich des mittleren Fensters.
Leider jetzt nicht von überall in der Kirche zu sehen. Aber auch das ist so gewollt. Handelt es sich doch letztenendes dabei um ein Mysterium, das nur im Glauben zu ergreifen ist und nicht im Schauen.
Und dennoch ist damit dann auch wieder die Harmonie zum gesamten Kirchraum hergestellt, der ja insgesamt unter dem Kreuze Christi steht, wie an den Deckenbalken deutlich zu erkennen ist.
Ja, “In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!“ Diese Verheißung bleibt keine leere Versprechung, sondern sie wird zum Ziel allen menschlichen Lebens. Denn im Kreuz hat Christus uns den Weg zum Himmel bereitet.
Und weil das so ist, können wir auch jetzt schon daraus leben, Hoffnung und Mut finden, Kraft und Glaubensstärke, Trost und Licht in der manchmal so düsteren Welt.

Natürlich, liebe Gemeinde, gäbe es nun noch so viel mehr über die Fenster und diese Kirche zu erzählen und davon, wie sie mit ihrer tiefen Symbolik unseren Glauben mitträgt, verkündet und zum Spüren bringt. Und nachher im Anschluss an den Gottesdienst ist für das eine oder andere dann auch noch Zeit.
Aber eines ist sicher auch jetzt bereits deutlich geworden: Unsere Kirche St. Aegidien ist so viel mehr als nur ein einfaches Gebäude. Denn alle ihre Steine, ihre beherbergten Kunstwerke, bis hin zu unseren neuen Chorfenstern erzählen uns etwas vom Göttlichen und geben uns damit ein Stück des Himmels auf Erden.

Ja, es ist dies tatsächlich ein heiliger Ort, ein Ort gelebten Glaubens von Generation zu Generation bis hinein in die heutige Zeit. Und darum ist es auch gut und richtig, diese Kirche nicht nur zu erhalten, sondern wie auch unsere Vorderen auch uns selbst hier einzubringen, damit das, was wir seit Generationen glauben und hoffen, sichtbar, spürbar und erfahrbar wird - für uns selbst und alle die, die noch nach uns kommen werden.
Mit der Einbringung der neuen Chorfenster aber haben wir genau dieses jetzt getan.

Gott sei Dank für diese Möglichkeit und möge er auch weiterhin seinen Segen niemals von diesem Orte nehmen, damit dieser Ort auch in Zukunft ein Ort sein wird, wo Menschen in Freud und Leid Gott begegnen, sein gutes Wort und seine Nähe erspüren können.

Amen

Pastor Horst Reinecke

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