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Konzeption der Christuskapelle in Riefensbeek-Kamschlacken

Konzeption der Christuskapelle in Riefensbeek-Kamschlacken

Darstellung aus Anlass des 50. Jahrestags der Kirchweihe

Konzeption

Für den Bau der Kapelle gab es Wünsche und Vorgaben: unter anderem das vorhandene Grundstück, die Anzahl der Plätze im Gottesdienstraum, Nebenräume (Sakristei und eine Sargkammer für den Friedhof), die Gesamtkosten.

Größe, Ausrichtung und Gefälle des Grundstücks standen einer konventionellen Lösung des Kirchbaus entgegen. Die Fläche war für ein größeres Gebäude mit einem Turm als eigenem Baukörper zu klein. Auch die übliche Ausrichtung von Kirchen mit dem Altar im Osten war kaum zu verwirklichen. Im Osten liegt der Straßenzugang und der Eingang zur Kapelle wäre nur von der Seite oder – von der Straße gesehen – auf der Rückseite gewesen. Das hätte den Flächenbedarf erhöht und einen Ausgleich des Gefälles nötig gemacht.

An die Stelle einer Orientierung an der Tradition trat ein anderes, ein neues Gestaltungselement: die hinter dem Altar verglaste Stirnwand mit einem freien Blick in die Landschaft. Das ist ein prägendes Merkmal der Kapelle geworden, auch wenn diese Lösung anfangs irritierte. Damals gab es kaum Vorbilder dafür, allenfalls in Berlin (Kirche Zur Heimat von 1956, Kirche am Lietzensee von 1959). Fenster Riefensbeek-Kamschlacken Die Idee dazu entstand aus den ersten Eindrücken des Architekten bei der Besichtigung des Grundstücks, als er den Blick „in die herrliche Landschaft des Sösetals“ wahrnahm. In diese Landschaft hinein, am Ortsrand von Riefensbeek, sollten nun die Kapelle und durch sie der Blick der Gottesdienst-Gemeinde ausgerichtet sein.

Die Gestalt des Gebäudes lehnt sich an die Form eines Zeltes an: niedrige Seitenwände, ein tief herunter gezogenes Dach, ein Baukörper ohne Anbauten für Nebenräume. Seine Grundfläche beträgt 8,30 m x 16,75 m. Die Zeltform wurde bei Kirchen besonders in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg öfter gewählt. Sie betont das Verständnis der Gemeinde als eines „wandernden Gottesvolkes“, erinnernd an den befreienden Exodus des Volkes Israel, teilhabend an der Sendung Gottes in die Welt, nicht abgesondert von den Menschen oder in einer Burg verschanzt. Die Dreiecksöffnung zur Straßenseite hin mit Eingang und Buntglasfenster ähnelt der Öffnung des Zeltes bei zur Seite umgeschlagener Zeltplane. Zugleich markieren die spitzen Dreiecke der Zugangsseite zusammen mit dem Dachturm eine Bewegung in die Höhe. Der Dachturm mit dem Glockenstuhl erhöht den Bau um mehr als die Hälfte (Höhe bis zum Turmfirst rund 14 m) und macht es von weitem schon als kirchliches Gebäude erkennbar.

Die Christus-Kapelle ist im wahren Sinn des Wortes desorientiert, das heißt nicht nach Osten, zum Orient hin, ausgerichtet. Im Osten liegt ihr Eingang, der auf die Kapelle zulaufenden Straße einladend zugewandt. Das Gebäude wurde so ausgerichtet, dass man es sich auf der Straße nähernd als Ganzes erfasst und dass man im Innern durch die Glaswand in unverbaute Landschaft sehen kann.

Das künstlerische gestaltete Buntglasfenster über den Eingang – von innen: an der Rückseite der Empore – zeigt Christus als Lamm mit der Siegesfahne. Es wurde von dem Grafiker und Maler Johannes Ignaz Kohler (1908-1994) aus München entworfen. Er war zuvor bei der Kirche Zum Guten Hirten in Osterode engagiert gewesen. Die Darstellung des Fensters verweist auf den Namen: Christus-Kapelle.

Der gesamte Innenraum einschließlich des Altar- und Kanzelbereichs ist ein längs ausgerichtetes Rechteck ohne Vorsprünge oder Verbreiterungen. Er ist bis zum First hin offen; das gibt dem Raum Höhe. Die sichtbare Dachkonstruktion bildet die Decke des Innenraums. Im gesamten Raum dominiert helles Holz als Material: die Dachsparren aus Fichte, die Verkleidung zwischen den Sparren, die Brüstung der Empore und der Fußboden, dazu Altar, Kanzel und Taufe aus Eichenholz. Nur die roten Sitzflächen der Bestuhlung bilden einen farblichen Akzent.

Im hinteren Bereich befindet sich eine Empore, darunter liegen die beiden Nebenräume (Sakristei und Sargkammer) und ein kleiner Vorraum. Auf der Empore wurde ursprünglich die über 100 Jahre alte Orgel aus der Kapelle im Schulhaus platziert. Zusammen mit den Plätzen auf der Empore bietet die Kapelle rund 120 Sitzplätze.

Die hell gestrichenen Seitenwände sind fensterlos. Das Tageslicht kommt vor allem durch die vollständig verglaste Stirnfront. Die künstliche Beleuchtung ist hinter einer Verblendung am Übergang zwischen Wand und Dachkonstruktion verborgen und erhellt den Raum indirekt. Fenster Riefensbeek-Kamschlacken Die Glaswand hinter dem Altar lenkt den Blick beim Eintritt nach vorn, zu Altar und Kanzel, dann in die Landschaft. Der Raum weitet sich, nicht nur in die Höhe, sondern auch zum Horizont. Die Landschaft wird einbezogen. Die Natur als Schöpfung Gottes predigt mit und erinnert an die Verantwortung zur Bewahrung der Schöpfung.

In einer evangelischen Kirche sollen Altar und Kanzel so gestaltet und einander zugeordnet sein, dass sie die Gleichgewichtigkeit von Sakrament (Abendmahl) und Verkündigung (Predigt) zum Ausdruck bringen. Diese Zuordnung wurde vor allem durch die einheitliche künstlerische Gestaltung, die handwerkliche Ausführung und gleiches Material erreicht. Die bewegliche Taufe (kein Stein) ist einbezogen. Der Chorraum ist Teil des Innenraums, nur durch eine Stufe angehoben und durch den Natursteinboden markiert. Das evangelische Verständnis vom „Priestertum aller Getauften“ verbietet eine Trennung zwischen Gemeinde und einem Bereich, der einem Geistlichen vorbehalten ist.

Was die Grundsätze für den Bau evangelischer Kirchen damals formulierten, verwirklicht die Christus-Kapelle: Es ist ein Gebäude, das seine Bestimmung erkennen lässt. Die Kapelle bietet einen Ort der individuellen Andacht und des gemeindlichen Gottesdienstes. Der Raum drängt sich nicht auf und selbst die offene Sicht in die Landschaft lenkt nicht ab. Die Bauweise mit natürlichen Materialien und handwerklicher Arbeit ist an die Region angepasst und die äußere Gestalt der Kapelle fügt sich in die örtliche Umgebung ein. Abweichend von der Bautradition ist die Kapelle nach Westen ausgerichtet. Das wird doppelt aufgewogen durch den Zugang zum Ort hin und die Öffnung zur Harz-Landschaft.

(Rolf Lüpke im Januar 2017)

50-jähriges Jubiläum der Christus-Kapelle


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Letzte Aktualisierung am 15.02.2017 um 16:54 Uhr
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